Sozialhilfe 2005: Zahl der Sozialhilfeempfänger 2005 infolge neuer gesetzlicher Regelungen stark gesunken

Nr.14/2007  | 23.02.2007  | StatA MV  | Statistisches Amt Mecklenburg-Vorpommern

Zum Jahresende 2005 erhielten in Mecklenburg-Vorpommern 1 357 Personen Sozialhilfe im engeren Sinne, also laufende Hilfe zum Lebensunterhalt außerhalb von Einrichtungen. Nach Angaben des Statistischen Amtes ging damit die Zahl dieser Hilfebezieher im Vergleich zu 2004 infolge der zum 1. Januar 2005 wirksam gewordenen gesetzlichen Änderungen um 98 Prozent zurück.

Die Sozialhilfequote, das heißt der Anteil der Hilfebezieher an der jeweiligen Bevölkerung, verringerte sich zum Jahresende 2005 auf 0,1 Prozent (Deutschland: 0,1 Prozent). 2004 hatten dagegen noch 4,1 Prozent der Bevölkerung oder 69 782 Personen Sozialhilfe im engeren Sinne bezogen. Mit der laufenden Hilfe zum Lebensunterhalt soll das notwendige Existenzminimum, vor allem der Grundbedarf an Nahrung, Unterkunft, Kleidung und Heizung abgesichert werden.

Männer stellten 2005 mit einem Anteil von 57 Prozent mehr als die Hälfte der Sozialhilfeempfänger außerhalb von Einrichtungen. In den Vorjahren lag der Männeranteil an den Leistungsempfängern in Mecklenburg-Vorpommern im Unterschied zu 2005 immer unter 50 Prozent und war damit niedriger als der Frauenanteil.

Rund 27 Prozent der Sozialhilfeempfänger waren Kinder unter 15 Jahren.

Der Anteil nichtdeutscher Mitbürger an den Hilfebeziehern lag 2005 bei 6 Prozent (Anteil Nichtdeutscher an der Bevölkerung Mecklenburg-Vorpommerns: 2 Prozent).

Der drastische Rückgang der Empfängerzahlen von 2004 zu 2005 ist auf das Inkrafttreten des "Vierten Gesetzes für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt" (Hartz IV) zum 1. Januar 2005 zurückzuführen. Danach erhalten Sozialhilfe im engeren Sinne in der Regel nur noch vorübergehend Erwerbsunfähige, längerfristig Erkrankte oder Vorruheständler mit niedriger Rente sowie hilfebedürftige Kinder. Grundsätzlich erwerbsfähige Personen zwischen 15 und bis unter 65 Jahren und deren Angehörige erhalten bei Bedürftigkeit insbesondere Leistungen zur Grundsicherung für Arbeitsuchende in Form von Arbeitslosengeld II und werden ab 2005 nicht mehr in der Sozialhilfestatistik geführt. 

Neben den Sozialhilfeempfängern außerhalb von Einrichtungen gab es am Jahresende 2005 auch Personen, die laufende Hilfe zum Lebensunterhalt innerhalb von Einrichtungen, wie Wohn- oder Pflegeheimen, erhielten. Die Zahl der Empfänger von Hilfe zum Lebensunterhalt in Einrichtungen hat sich aufgrund gesetzlicher Änderungen gegenüber 2004 von 402 Empfängern bis 2005 auf 6 302 erhöht. Da ab 2005 der Lebensunterhalt und die Maßnahmen für Sozialhilfeempfänger innerhalb von Einrichtungen jeweils als separate Leistungen erbracht werden, sind diese auch in der Statistik über die Empfänger von Hilfe zum Lebensunterhalt erfasst. Bis 2004 wurde den hilfebedürftigen Personen der Lebensunterhalt als Bestandteil der stationären Leistung oder Maßnahme (zum Beispiel als Hilfe zur Pflege) gewährt.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Frau Gabriele Kleinpeter, Telefon 0385 4801-4718.

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