Pro-Kopf-Bruttolöhne und -gehälter erreichten 2020 84,2 Prozent des Bundesdurchschnitts

Nr.16/2021  | 30.03.2021  | StatA MV  | LAiV - Statistisches Amt Mecklenburg-Vorpommern

Die im Durchschnitt der Wirtschaft Mecklenburg-Vorpommerns gezahlten Bruttolöhne und -gehälter betrugen nach den vom Arbeitskreis Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder, dem auch das Statistische Amt Mecklenburg-Vorpommern angehört, vorgelegten Berechnungen im Jahr 2020 je Arbeitnehmer 31 123 EUR. Das waren trotz Corona-Krise 584 EUR bzw. 1,9 Prozent mehr als 2019 und zugleich 84,2 Prozent des Bundesdurchschnitts (36 957 EUR).

Mit durchschnittlich 84,2 Prozent war der 2020 in der Gesamtwirtschaft Mecklenburg-Vorpommerns erreichte Angleichungsstand der Pro-Kopf-Bruttolöhne und -gehälter an den Bundesdurchschnitt von allen Ländern am niedrigsten, zugleich aber um 1,6 Prozentpunkte höher als 2019 (82,6 Prozent), da im Bundesdurchschnitt die Bruttolöhne und -gehälter je Arbeitnehmer stagnierten (- 0,1 Prozent). 2020 waren damit die durchschnittlichen Bruttolöhne und -gehälter je Arbeitnehmer im Land um 5 834 EUR niedriger als im Bundesdurchschnitt (2019: - 6 440 EUR).

Von den drei Hauptbereichen der Wirtschaft verfügten in Mecklenburg-Vorpommern die Arbeitnehmer des Produzierenden Gewerbes über die höchsten durchschnittlichen Pro-Kopf-Bruttolöhne und -gehälter (33 734 EUR). Diese waren aber um 1,0 Prozent niedriger als 2019. Innerhalb des Produzierenden Gewerbes sanken die Bruttolöhne und -gehälter je Arbeitnehmer im Verarbeitenden Gewerbe um 1,9 Prozent, während sie im Baugewerbe dagegen geringfügig anstiegen (+ 0,4 Prozent).
Die niedrigsten Pro-Kopf-Bruttolöhne und -gehälter hatten die Arbeitnehmer im Bereich Land- und Forstwirtschaft einschließlich Fischerei (22 997 EUR); sie waren 2020 auch um 0,3 Prozent niedriger als 2019.
Nur knapp unter dem Landesdurchschnitt lagen die Bruttolöhne und -gehälter je Arbeitnehmer in den Dienstleistungsbereichen (30 745 EUR). Hier stiegen sie um 2,8 Prozent gegenüber 2019. Innerhalb der Dienstleistungsbereiche war die Entwicklung in Abhängigkeit der Auswirkungen von Lockdown und Corona-Pandemie aber sehr gegensätzlich. So sanken die Pro-Kopf-Bruttolöhne und -gehälter im Teilbereich Handel, Verkehr, Lagerei, Gastgewerbe, Information und Kommunikation um 1,6 Prozent, während sie dagegen in den Teilbereichen Finanz-, Versicherungs- und Unternehmensdienstleister einschließlich Grundstücks- und Wohnungswesen (+ 3,5 Prozent) sowie bei den öffentlichen und sonstigen Dienstleistern einschließlich Erziehung, Gesundheit und Private Haushalte (+ 4,3 Prozent) anstiegen.

Den geringsten Angleichungsstand der Pro-Kopf-Bruttolöhne und -gehälter an den Bundesdurchschnitt wies im Jahr 2020 wieder das Verarbeitende Gewerbe mit nur 71,4 Prozent aus. Den höchsten Angleichungsstand erreichten die Pro-Kopf-Bruttolöhne und -gehälter im Bereich Land- und Forstwirtschaft einschließlich Fischerei, die sogar um 18,8 Prozent über dem Bundesdurchschnitt lagen. Im Durchschnitt der Dienstleistungsbereiche erreichten die Pro-Kopf-Bruttolöhne und -gehälter 88,9 Prozent des Bundesdurchschnitts. Im Unterbereich der öffentlichen und sonstigen Dienstleister einschließlich Erziehung, Gesundheit und Private Haushalte wurde hier aber der Bundesdurchschnitt sogar um 5,0 Prozent überschritten.

Weitere Auskünfte erteilt Frau Dr. Margit Herrmann, Telefon 0385 588-56042.

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