Europawahl 2019

Repräsentative Wahlstatistik mit neuen Merkmalen

Nr.8/2019  | 16.05.2019  | LWL MV  | LAiV - Landeswahlleiterin Mecklenburg-Vorpommern

Im Rahmen der Europawahl am 26. Mai 2019 wird wieder eine repräsentative Wahlstatistik durchgeführt. Gesondert erhoben werden hierbei die Wahlbeteiligung und die Stimmabgabe für die einzelnen Parteien nach Geschlecht und Altersgruppen; auch die Auswertung der Ursachen für die Abgabe ungültiger Stimmen ist Bestandteil dieser besonderen Statistik.
Als Bundesstatistik basiert die repräsentative Wahlstatistik auf dem Wahlstatistikgesetz. Mit Hilfe eines mathematisch-statistischen Verfahrens wurden in Mecklenburg-Vorpommern 50 Urnen- und 15 Briefwahlbezirke aus allen Wahlbezirken zufällig ausgewählt (bundesweit: Rund 2 300 Urnen- und 450 Briefwahlbezirke); beteiligt sind somit allein aus den Urnenwahlbezirken rund 49 886 Wahlberechtigte des Landes. 

In den ausgewählten repräsentativen Wahlbezirken erhalten die Wähler für die Stimmabgabe einen Stimmzettel mit einem Unterscheidungsaufdruck, der ihrem Geschlecht und ihrer Altersgruppe entspricht. Neu ist, dass aufgrund einer Änderung des Personenstandsgesetzes Ende letzten Jahres nunmehr auch Personen mit dem Geschlechtsmerkmal "divers" oder "ohne Angabe" in der repräsentativen Wahlstatistik zu berücksichtigen sind. Voraussetzung ist, dass eine entsprechende Eintragung im Geburtenregister erfolgt ist.

Aufgrund der zu erwartenden geringen Fallzahlen an Personen mit den beiden Geschlechtsmerkmalen, ist eine separate Erfassung und Auswertung bei einer gleichzeitig notwendigen Wahrung des Wahlgeheimnisses dieser Personen nicht möglich. Die Personengruppen werden daher dem Geschlechtsmerkmal "männlich" zugeordnet. Eine Verletzung des Wahlgeheimnisses ist ausgeschlossen, weil das individuelle Abstimmungsverhalten durch das Zusammenfassen in Altersgruppen nicht bekannt werden kann. Darüber hinaus dürfen Urnenwahlbezirke mit weniger als 400 Wahlberechtigten und Briefwahlbezirke mit weniger als 400 Wählern nach dem Wahlstatistikgesetz nicht in die repräsentative Auswertung einbezogen werden.

Die Auszählung im Urnen- bzw. Briefwahllokal am Wahltag verläuft wie in allen anderen Wahllokalen, d. h., ohne Berücksichtigung des Unterscheidungsaufdrucks auf den Stimmzetteln. 

Die Auszählungen nach den statistischen Merkmalen erfolgen erst nach dem Wahltag. Die zeitlich und örtlich getrennten Auszählungen der Wählerverzeichnisse in den Gemeindebehörden einerseits und der Stimmzettel im Statistischen Amt andererseits gewährleisten die Wahrung des Wahlgeheimnisses.

Die aus den Stichprobenwahlbezirken gewonnenen Daten werden zunächst länderweise hochgerechnet und zu einem Bundesergebnis zusammengefasst. Voraussichtlich drei Monate nach dem Wahltag werden erste Ergebnisse der repräsentativen Wahlstatistik sowohl auf Bundes- als auf Landesebene, also auch für Mecklenburg-Vorpom­mern, vorliegen.

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