Einwohner verfügten 2017 über ein Einkommen von durchschnittlich 19 190 EUR

Nr.12/2019  | 07.05.2019  | StatA MV  | LAiV - Statistisches Amt Mecklenburg-Vorpommern

In Mecklenburg-Vorpommern verfügte 2017 durchschnittlich jeder Einwohner über 19 190 EUR Einkommen für Konsum und Sparen, im deutschen Durchschnitt waren es dagegen 22 623 EUR. Das ergibt sich aus den jetzt vorgelegten Berechnungen zum Primäreinkommen und zum verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte des Arbeitskreises Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder, dem auch das Statistische Amt Mecklenburg-Vorpommern angehört. 

Das verfügbare Einkommen je Einwohner spiegelt die monetäre Situation der privaten Haushalte einer Region wider. Es ist dabei nicht identisch mit der Kaufkraft, bei der regionale Preisunterschiede zu berücksichtigen wären. Es darf auch nicht mit den Nettolöhnen und -gehältern der Arbeitnehmer verwechselt werden, weil es u. a. die Renten und Pensionen mit einschließt. Im Jahr 2017 standen im gesamtdeutschen Durchschnitt je Einwohner 22 623 EUR an Einkommen für Konsum- und Sparzwecke zur Verfügung. In Mecklenburg-Vorpommern waren es nur 19 190 EUR je Einwohner, 3 433 EUR weniger als im Bundesdurchschnitt. Zugleich war dies auch der niedrigste Wert aller Länder. Im Jahr 2017 erreichte die Angleichung an den Bundesdurchschnitt somit 84,8 Prozent (2016: 83,8 Prozent). 

Das verfügbare Einkommen der privaten Haushalte ergibt sich aus dem Primäreinkommen der privaten Haushalte über Einkommenstransfers insbesondere mit geleisteten Steuern und Sozialbeiträgen sowie empfangenen sozialen Leistungen. 2017 betrug das verfügbare Einkommen der privaten Haushalte Mecklenburg-Vorpommerns insgesamt 30 912 Millionen EUR. 

Das Primäreinkommen aller privaten Haushalte Mecklenburg-Vorpommerns umfasste im Jahr 2017   31 634 Millionen EUR, je Einwohner waren das 19 637 EUR (Deutschland: 27 462 EUR). Hauptanteil an den gesamten Primäreinkommen der privaten Haushalte hat das empfangene Arbeitnehmerentgelt der in Mecklenburg-Vorpommern wohnenden Arbeitnehmer mit 24 228 Millionen EUR (76,6 Prozent; Deutschland: 73,5 Prozent). Weitere 10,8 Prozent entfielen auf Betriebsüberschuss und Selbstständigeneinkommen (3 409 Millionen EUR; Deutschland: 9,8 Prozent). Der dritte Bestandteil des Primäreinkommens sind die Vermögenseinkommen, die aufgrund einer Vielzahl unterschiedlicher Anlage- bzw. Kreditformen von den privaten Haushalten empfangen, aber auch (z. B. bei Kredittilgung) geleistet werden können. Der positive Saldo aus empfangenen und geleisteten Vermögenseinkommen der privaten Haushalte Mecklenburg-Vorpommerns betrug 2017 3 996 Millionen EUR und hatte damit 12,6 Prozent Anteil am Primäreinkommen, war aber im Durchschnitt Deutschlands deutlich höher (16,7 Prozent). 

An Nettosozialbeiträgen wurden von den privaten Haushalten des Landes 2017 insgesamt 10 137 Millionen EUR und an Einkommen- und Vermögensteuern 3 828 Millionen EUR gezahlt. An den von den privaten Haushalten insgesamt empfangenen monetären Sozialleistungen (12 573 Millionen EUR) hatten die Leistungen für Arbeitslosigkeit und Sozialhilfe einen Anteil von 12,1 Prozent (Deutschland: 12,6 Prozent) und die Leistungen für Alters- und Hinterbliebenenversorgung einen Anteil von 65,3 Prozent (Deutschland: 63,1 Prozent).

Weitere Auskünfte gibt Frau Dr. Margit Herrmann, Telefon 0385 588-56041.

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