TrueDOP

Das True Orthophoto entsteht auf der Basis von bildbasierten 3D-Oberflächendaten  in einem nahezu vollautomatischen Prozess. TrueDOP zeichnen sich dadurch aus, dass die sichttoten Räume weitestgehend beseitigt sind und keine Umklappeffekte (Verkippungen,) von Objekten über Geländehöhe verbleiben.

links: Abbildung im klassischen Orthophoto; mitte: Luftbildaufnahme; rechts: Abbildung im TrueDOP

So liegt das Dach eines Gebäudes direkt über seinem Grundriss (siehe rechtes Bild) und es entstehen keine sichttoten Räume.

Anwendungsgebiete:

  • Liegenschaftskataster (z. B. Detektion neuer Gebäude)
  • Erfassung der Geotopographie
  • Hintergrundkarte zur Darstellung vektorieller Fachdaten

True Orthophoto - Vorteile 

Steigerung des Informationsgehaltes
Im klassischen DOP treten Umklappeffekte von Objekten in Abhängigkeit von der Entfernung des Objektes zum Aufnahmezentrum der eingesetzten Luftbildkamera auf, die eine Auswertung in den entstehenden sichttoten Räumen verhindern. Insbesondere in innerstädtischen Bereichen kann die verkippte Darstellung von hohen Gebäuden die Auswertung in engen Zwischenräumen verhindern.
Eine verkippte Präsentation der Vegetation führt häufig zu Verdeckungen des Wege- bzw. Flussnetzes .

Lagerichtige Darstellung von Objekten
Die nahezu grundrisstreue Abbildung aller Objekte bietet die konfliktfreie Darstellung der Orthophotoinhalte mit weiteren Fachdaten. Insbesondere kann eine  verbesserte Digitalisiergenauigkeit von Objekten erreicht werden.

True Orthophoto - Nachteile 

Wegfall der Höheninformation durch Perspektivdarstellung
Die Objektverkippung im klassischen DOP ermöglicht Rückschlüsse auf die Höhe von Objekten.
Im TrueDOP kann nur indirekt über die Länge des geworfenen Schlagschattens eine Objekthöhe geschätzt werden.

Fransen an Objekträndern
Für die senkrechte Abbildung aller Objekte ist ein pixelgenaues Oberflächenmodell erforderlich. In Abhängigkeit von der Objekthöhe und der Lage zum Bildhauptpunkt der originären Luftbilder verbleiben Bereiche um Objekte, für die keine Oberflächeninformation gewonnen werden kann. Daraus resultierend entstehen Objektfransen in den TrueDOP (siehe Abbildung). Dieser Effekt wird durch eine optimierte Bildflugplanung im Vorfeld möglichst minimiert.

Ungewohnte Abbildung von Kleinstobjekten
Für erfahrene Luftbildinterpreten werden Kleinstobjekte aufgrund der strengen Parallelprojektion zunächst ungewohnt abgebildet. Sich in Bewegung befindliche Objekte, wie z. B. rotierende Windradflügel, führen zu Fehldarstellungen.

TrueDOP und ATKIS-DOP im Vergleich
Mit der Anwendung Vergleichsansichten geben wir Ihnen die Möglichkeit für typische Landschaftsobjekte einen direkten Ansichtsvergleich zwischen der Darstellung im ATKIS-DOP und dem TrueDOP vorzunehmen. Eine Erläuterung zu den Abbildungen können sie hier downloaden.

Für das Öffnen der Vergleichsansicht empfehlen wir den Browser Firefox.

Für Auskünfte und Fragen wenden Sie sich bitte an:

Kontakt

Landesamt für innere Verwaltung
Amt für Geoinformation, Vermessungs- und Katasterwesen
Lübecker Str. 289
19059 Schwerin
Telefon: 0385-588 56861
Telefax: 0385-588 48256255