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Digitale Topographische Karten

Der Kunde kann zwischen einer "blattbezogenen" oder "blattschnittfreien" Abgabe der Rasterdaten wählen.

1. Blattbezogene Datenabgabe
Bei einer "blattbezogenen" Datenabgabe wurden die Karten nicht transformiert (Originalzustand). Die Weltkoordinaten der analogen kartographischen Ausgangsabbildung und die dazugehörigen Pixelkoordinaten werden in einer ASCII-Datei des LAiV mitgeliefert. Diese Datei kann als Passpunktdatei verwendet werden. Zu beachten ist, dass die Pixelkoordinaten in der ASCII-Datei sich auf die untere linke Ecke der jeweiligen Rasterdatei beziehen. Zusätzlich sei darauf verwiesen, dass die Kartenwerke Gradabteilungskarten bzgl. der Blattecken sind. Daraus folgt, dass das auf den Karten enthaltene Koordinatengitter nicht parallel zum Blattrand bzw. Rand der Rasterdatei verläuft und eine Umrechnung von Pixeln (m-te Spalte, n-te Zeile) in ein anderes  Koordinatensystem  nur mittels einer Transformation (skalieren, rotieren und schieben) möglich ist.

2. Blattschnittfreie Datenabgabe
Eine "blattschnittfreie" Datenabgabe ist eine Abgabe der Karten in einer bestimmten kartographischen Abbildung. Entsprechende Transformationen wurden bereits durchgeführt.

Voraussetzung für die Herstellung der Blattschnittfreiheit ist die Entfernung bzw. Maskierung des Kartenrahmens und der Legende sowie die Durchführung der Georeferenzierung des Kartenspiegels. Die Georeferenzierung wird mitgeliefert in ASCII-Dateien (Pixel- und Weltkoordinaten, bezogen auf die Ecken der Rasterdatei) und ESRI-World-Dateien.

Bei einer Verständigung über den Begriff "Blattschnittfreiheit" erweist es sich als günstig, zu unterscheiden zwischen der für den Nutzer sichtbaren blattschnittfreien Bildschirmdarstellung und der Haltung der Daten.

2.1 Echte blattschnittfreie Abgabe
Bei der echten blattschnittfreien Abgabe erhält der Nutzer je Objektebene bzw. Zusammenkopie genau eine Datei.
Bedingt durch die großen Datenmengen, ist eine echte blattschnittfreie Haltung der Daten beim Nutzer oft nicht sinnvoll und in Abhängigkeit von der eingesetzten Hard- und Software auch nicht möglich.
 
2.2 Gesplittete Abgabe
Viele Geographische Informationssysteme behelfen sich mit Hilfskonstruktionen, wie die Haltung großer Datenbestände in "Kacheln". Die Verwaltung der "Kacheln" erfolgt in "Bibliotheken" oder in tile-orientierten Rasterformaten. Über die "Bibliotheken" organisiert das eingesetzte System den selektiven schnellen Zugriff auf die gerade benötigten Daten.
Aus der Vielzahl der auf dem Markt existierenden Geographischen Informationssysteme und deren oft stark voneinander abweichende Logik hinsichtlich der Handhabung der "Blattschnittfreiheit" von Rasterdaten ergeben sich verschiedene Möglichkeiten der "blattschnittfreien", aber gesplitteten Datenabgabe.
Folgende gesplittete Varianten können Sie standardmäßig erwerben:

 

Variante 1
  • Abgabe in Anlehnung an den analogen schiefwinkligen Blattschnitt (Gradabteilungskarten)
  • benachbarte Rasterdateien überlappen sich räumlich, aber nicht inhaltlich
  • spitzwinklige Dreiecke sind mit Hintergrundfarbe belegt.

 

Variante 2
  • Abgabe in Anlehnung an den analogen schiefwinkligen Blattschnitt (Gradabteilungskarten)
  • benachbarte Rasterdateien überlappen sich sowohl räumlich als auch inhaltlich
  • spitzwinklige Dreiecke sind mit Inhalt der Kartenspiegel benachbarter Blätter belegt.
Variante 3
  • Abgabe in rechtwinkligen digitalen Blattschnitten (z. B. 10X10 Kacheln), wobei eine Kachel Anteile mehrerer Kartenspiegel benachbarter Blätter enthalten kann
  • benachbarte Rasterdateien überlappen sich nicht (redundanzfrei)
Weitere denkbare Möglichkeiten sind mit der technischen Stelle abzusprechen (Sonderleistungen).

 


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