1,4 Prozent weniger Auszubildende im Jahr 2016

Nr.31/2017  | 10.08.2017  | StatA MV  | Statistisches Amt Mecklenburg-Vorpommern

18 988 junge Menschen befanden sich Ende 2016 in einer dualen Berufsausbildung mit betrieblicher Praxis und theoretischem Unterricht an einer Berufsschule. Wie das Statistische Amt weiter mitteilt, waren das 275 Auszubildende oder 1,4 Prozent weniger als im Jahr 2015.  

Die seit 18 Jahren anhaltend rückläufige Entwicklung der dualen Ausbildung in Mecklenburg-Vorpom­mern wird noch immer von der Halbierung der Geburtenzahlen Mitte der 1990er beeinflusst. Hinzu kommt, dass die Zahl der Abiturienten und damit der Studierwilligen zunimmt. 2016 hatten rund 36 Prozent der Schulentlassenen Abitur, während es vor zehn Jahren nur 26 Prozent waren. Dennoch lassen sich im Ausbildungsjahr 2016 auch positive Entwicklungen feststellen. In drei der sechs berufspraktischen Ausbildungsbereiche stieg die Zahl der Lehrlinge an. Wie bereits im Vorjahr bildeten die Handwerkskammern auch 2016 erneut mehr Jugendliche aus: Die Zahl der Azubis, die einen Handwerksberuf erlernen, nahm um 76 auf insgesamt 5 034 zu. Auch in der Landwirtschaft und im öffentlichen Dienst erhöhte sich die Ausbildung zukünftiger Fachkräfte leicht. Dagegen verlor Industrie und Handel, mit 11 053 Jugendlichen der größte Ausbildungsbereich in Mecklenburg-Vorpommern, innerhalb eines Jahres nochmals 328 (- 2,9 Prozent) potentielle Fachkräfte. Der Ausbildungsbereich Hauswirtschaft und auch der Bereich Freie Berufe, dazu zählen die Ärzte-, Zahnärzte-, Steuerberater- und Rechtsanwaltskammern, bildeten 2016 wiederholt weniger Lehrlinge aus als im Jahr zuvor. 

Bei der Wahl der Ausbildungsberufe gibt es deutliche geschlechtsspezifische Unterschiede, die sich über Jahre hinweg kaum verändert haben. Weibliche Auszubildende waren traditionell am stärksten im Kaufmanns- oder Handelssektor vertreten. Bei den jungen Frauen waren die Berufe Kauffrau für Büromanagement, Verkäuferin oder Kauffrau im Einzelhandel sehr gefragt. Männliche Auszubildende wählten vorrangig eine Ausbildung zum Kraftfahrzeugmechatroniker, zum Koch oder zum Landwirt.

Weitere Informationen zu den Auszubildenden enthält der Statistische Bericht B253 2016 00 „Auszubildende und Prüfungen in Mecklenburg-Vorpommern 2016“. 

Er wird kostenfrei im Internet unter www.statistik-mv.de zur Verfügung gestellt. 

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Frau Gabriele Kleinpeter, Telefon 0385 588-56422.