38,9 Prozent der bewohnten Wohneinheiten vom Eigentümer selbst genutzt

Nr.18/2017  | 12.06.2017  | StatA MV  | Statistisches Amt Mecklenburg-Vorpommern

Im Jahresdurchschnitt 2014 wurden insgesamt 38,9 Prozent der in Mecklenburg-Vorpommern bewohnten Wohneinheiten von ihren Eigentümern selbst genutzt. Wie das Statistische Amt weiter mitteilt, hat sich die Eigentümerwohnquote gegenüber der Erhebung zur Wohnsituation des Jahres 2010 damit um 1,9 Prozentpunkte erhöht. Im Ländervergleich bleibt Mecklenburg-Vorpommern beim Anteil selbst genutzten Wohneigentums jedoch deutlich zurück hinter Ländern mit langer Wohneigentumstradition. 

Langsam, jedoch stetig hat in Mecklenburg-Vorpommern selbst genutztes Wohneigentum weiter an Bedeutung gewonnen. Die Eigentümerwohnquote misst den Anteil der durch Eigentümer selbst bewohnten Wohnungen an allen bewohnten Wohneinheiten, also ohne Berücksichtigung des Leerstandes. Sie erreichte im Jahresdurchschnitt 2014 mit 38,9 Prozent einen vorläufigen Höchstwert (Vorerhebungen 2006: 33,2 Prozent/2010: 37 Prozent). Dennoch blieb damit auch 2014 das Mietverhältnis die häufigste Grundlage privaten Wohnens im Land. 

Im Ländervergleich der Eigentümerwohnquoten (vergleiche Tabelle) fällt zunächst die deutliche Mietnutzungsprägung der Stadtstaaten auf. So werden z. B. in Berlin lediglich 14,2 Prozent der bewohnten Wohneinheiten durch Eigentümer selbst genutzt.

Sieht man von den Stadtstaaten ab, fällt die Eigentümerwohnquote lediglich in Sachsen (34,1 Prozent) niedriger aus als in Mecklenburg-Vorpommern (38,9 Prozent).

Deutlich höher sind die Eigentümerwohnquoten in Ländern mit langer, ununterbrochener Wohneigentumstradition, wie z. B. im Saarland (62,6 Prozent), in Rheinland-Pfalz (57,6 Prozent) oder in Niedersachsen (54,7 Prozent). 

In Mecklenburg-Vorpommern sind insgesamt rund 760 000 Wohneinheiten bewohnt. Davon befinden sich rund 400 000 Wohneinheiten ‑ also mehr als die Hälfte ‑ in Wohngebäuden, die im Zeitraum 1949 bis 1990 errichtet wurden.

Der Wohnungsbau dieser Zeit war stark geprägt vom DDR-Mietwohnungsbau und dem staatlichen Wohnungsbauprogramm der 1970er Jahre (u. a. Plattenbautechnik). Wohnungen dieses Baualters werden bis heute vorrangig durch Mieter genutzt (77,9 Prozent). 

Anders bei den Wohneinheiten mit Baujahr ab 1991: Sie machen rund 13 Prozent der insgesamt bewohnten Einheiten (rund 100 000 Wohneinheiten) aus. Diese Wohnungen/Häuser neueren Baudatums werden zu 69,3 Prozent von den Eigentümern selbst genutzt. 

Die Daten sind Ergebnis der Zusatzbefragung „Wohnen“. Diese wird alle 4 Jahre, zuletzt 2014, mit dem jährlichen Grundprogramm des Mikrozensus durchgeführt.

 

Weitere Informationen enthält der Statistische Bericht „Daten zur Wohnsituation (Mikrozensus) in Mecklenburg-Vorpommern, 2014“.

Er ist kostenfrei im Internet unter www.statistik-mv.de verfügbar und kann schriftlich unter der Bestellnummer F2D3 2014 01 beim Statistischen Amt Mecklenburg-Vorpommern, Postfach 12 01 35, 19018 Schwerin oder per Telefax 0385 588-56909 bzw. E-Mail statistik.vertrieb@statistik-mv.de zum Preis von 4,00 EUR zuzüglich Versandkosten bestellt werden.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Frau Frauke Kusenack, Telefon 0385 588-56421.