Obstfläche auch 2016 leicht rückläufig, aber fast durchweg gute Ernte

Nr.04/2017  | 09.02.2017  | StatA MV  | Statistisches Amt Mecklenburg-Vorpommern

Gärtner und Landwirte hatten im vergangenen Jahr landesweit auf fast 2 900 Hektar Obst zu ernten. Wie das Statistische Amt dazu weiter mitteilt, ergibt sich die Gesamtfläche aus 1 652 Hektar Baumobst, 443 Hektar Strauchobst und 791 Hektar Erdbeeren. Damit verringerte sich der Obstbau in seiner Ausdehnung gegenüber 2015 um 3,4 Prozent; die Menge erhöhte sich um 2,6 Prozent auf 53 760 Tonnen. Daran hatten Äpfel mit 43 677 Tonnen bzw. 81,2 Prozent den höchsten Anteil.  

Beim Baumobst dominierten die Äpfel mit 1 509 Hektar. Natürliche Bedingungen und Tradition sind wesentliche Ursachen, dass die anderen Obstarten im Nordosten Deutschlands zusammen auf lediglich 143 Hektar bzw. 8,7 Prozent der Baumobstfläche zu pflücken waren. Damit setzte sich die Tendenz der Vorjahre fort. Mengenmäßig lag der Anteil der Äpfel sogar bei 98,3 Prozent. Von der gesamten Apfelernte wurden knapp 88 Prozent als Verwertungs- bzw. Industrieobst verwendet, 11 Prozent als Tafelobst. 

Die Anbaufläche von Strauchobst verringerte sich 2016 zum zweiten Mal in Folge. Abzuernten waren 443 Hektar; 2014 belief sich die Fläche noch auf 590 Hektar. Vor allem die aus betriebswirtschaftlichen Gründen betriebene großflächige Rodung Schwarzer Johannisbeeren wirkte sich auf die Anbauentwicklung aus. Auch sank ihr Anteil am Strauchobst in dieser Zeit von 52,5 auf 38,4 Prozent. 

Die Erdbeerfläche verringerte sich im Jahresvergleich um 2,4 Prozent auf 791 Hektar. Mit der Ernte von 7 983 Tonnen belief sich der Anteil an der Obsterzeugung auf 14,8 Prozent; das waren 3,7 Prozentpunkte weniger als im Jahr 2015.  

 

Hinweis:

Die Angaben zum Obst beinhalten ausschließlich Anbau und Ernte in den spezialisierten Obstbaubetrieben bzw. in den Betrieben der Landwirtschaft und des Gartenbaus, die auch Obstbau betreiben. Nicht berücksichtigt wird dabei die Erzeugung in Haus- und Kleingärten.

Gleichfalls nicht berücksichtigt ist der Anbau von landesweit rund 39 Hektar Schalenobst (Walnüsse, Haselnüsse, Esskastanien, Maronen) in Betrieben.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Herrn Dr. Dieter Gabka, Telefon 0385 588-56043.