Die Zahl der pflegebedürftigen Menschen in Mecklenburg-Vorpommern steigt weiter

Nr.46/2016  | 21.12.2016  | StatA MV  | Statistisches Amt Mecklenburg-Vorpommern

Das Thema Pflege und Pflegebedürftigkeit gewinnt angesichts einer zunehmend älter werdenden Gesellschaft mehr und mehr an Bedeutung. Nach den Ergebnissen der Pflegestatistik waren Ende vergangenen Jahres in Mecklenburg-Vorpommern 79 145 Personen pflegebedürftig. Das sind nach Angaben des Statistischen Amtes rund 6 700 Menschen oder 9,2 Prozent mehr als bei der vorherigen Umfrage von 2013. Damit erhalten hierzulande 5 von 100 Einwohnern Pflegeleistungen auf der Grundlage des Pflegeversicherungsgesetzes.  

Mehr als drei Viertel der Pflegebedürftigen oder 60 180 Menschen wurden Ende 2015 zu Hause betreut. Von ihnen erhielten 38 584 Pflegegeld, da sie in der Regel allein durch Angehörige in ihrer gewohnten Umgebung gepflegt wurden. Zu 21 596 Personen kam der ambulant tätige Pflegedienst nach Hause. Weitere 18 965 Menschen (24 Prozent) lebten in einem der insgesamt 369 Pflegeheime Mecklenburg-Vorpommerns.  

Die Zahl der Pflegegeldempfänger stieg innerhalb der vergangenen zwei Jahre um 11 Prozent an. Das waren fast 3 800 Leistungsempfänger mehr als 2013. Auch die Nachfrage nach ambulanter Hilfe hat weiter zugenommen: So erhöhte sich die Zahl der Personen, zu denen der Pflegedienst kam, um 2 536 bzw. um 13 Prozent. In den Pflegeheimen wurden im Dezember 2015 rund 2 Prozent oder 368 Pflegebedürftige mehr als vor zwei Jahren betreut.  

29 882 Personen erhielten Ende vergangenen Jahres Pflegeleistungen aufgrund einer erheblich eingeschränkten Alltagskompetenz. Damit waren 38 von 100 Pflegebedürftigen vor allem infolge demenzbedingter Fähigkeitsstörungen bei der Bewältigung des täglichen Lebens auf eine dauerhafte Betreuung angewiesen.  

Zwischen den einzelnen Kreisen Mecklenburg-Vorpommerns variiert der Anteil der Pflegebedürftigen an der jeweiligen Gesamtbevölkerung zum Teil deutlich: Den Höchstwert wies Vorpommern-Rügen mit 6,3 Pflegebedürftigen je 100 Einwohner auf. Danach folgten Schwerin, Mecklenburgische Seenplatte und der Landkreis Rostock mit jeweils 5,0 auf 100 Einwohner. Die niedrigste Pflegequote erreichte Rostock mit 4,1 Pflegebedürftigen je 100 Einwohner.  

 

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Frau Gabriele Kleinpeter, Telefon 0385 588-56422.

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